Bücher zum Thema Pflegekind 1

Teil 1 – Grundlegende Fachbücher

Literatur als Gebrauchsanweisung?

Pflegeeltern sind so unterschiedlich wie die Pflegekinder, die sie aufnehmen. Wir zum Beispiel wurden von unserem Supervisor auch schon mal als „vergleichsweise verkopft“ bezeichnet …Den Versuch, alle Handlungen und Nicht-Handlungen unserer Tochter nachzuvollziehen, starten wir meist über das Medium, das uns am nächsten ist: Bücher. Entsprechend viel Fachliteratur über Pflegekinder, Bindungsstörungen, Trauma und die ganz normale kindliche Entwicklung hat sich im Laufe der Jahre angesammelt. Da liegt es nahe, auch andere an unserer Literaturrecherche teilhaben zu lassen. Es müssen ja nicht alle immer von vorne anfangen.

Unsere Pflegekinder-Bibliothek

Dieser Artikel startet eine Reihe über Literatur zum Thema Pflegekinder. Ich gebe euch zunächst einen Überblick über die Bücher, die sich hier so stapeln und die wir in der Bibliothek ausgeliehen haben. Danach möchte ich Stück für Stück kleine Rezensionen zu den Werken verfassen, damit ihr da draußen einschätzen könnt, ob sich die Anschaffung lohnen könnte. Dabei gilt natürlich: Ich kann nur unsere Erfahrungen damit schildern, keine allgemeingültige Empfehlung abgeben. Denn Pflegeeltern sind so unterschiedlich wie die Pflegekinder, die sie aufnehmen …

Teil 1: Grundlegende Informationen zum Thema Pflegekind/Pflegeelternschaft

Diese Standardwerke empfehlen sich bereits vor der tatsächlichen Aufnahme eines Kindes, sogar noch vor der eigentlichen Beantragung. Sie bieten einen guten Überblick darüber, was auf einen zukommen kann.

Irmela Wiemann wurde uns vom Pflegekinderdienst empfohlen. Das Buch gibt einen guten Überblick darüber, was Pflegekinder im Inneren ausmacht und beschäftigt, welche Probleme auftauchen können und wie man damit umgehen kann. Sehr einfühlsam formuliert, mit viel Respekt vor den Kindern, den Herkunftseltern und den (künftigen) Pflegeeltern.

Das Buch bietet einen interessanten Überblick über rechtliche und organisatorische Voraussetzungen, im Anhang sind wichtige gesetzliche Regelungen aufgeführt. Die Abschnitte zur Erziehung und zum Umgang mit Pflegekindern waren mir persönlich zu subjektiv, teilweise abwertend formuliert.

Bettina Bonus ist selbst Pflegemutter und beschäftigt sich in ihren Büchern mit einem selbstentwickelten Erziehungsansatz, der nicht unumstritten ist. Ganz gleich, wie man dazu steht: Das Buch ermöglicht einen Einblick in den „Worst Case“. Wer sich von den Fallbeispielen hochproblematischer Kinder nicht abschrecken lässt, ist wahrlich bereit für ein Pflegekind. P. S.: Den Büchern hätte m. E. ein kritischer und ordnender Lektor gutgetan. Sich durch die oft wirre Struktur zu pfriemeln, macht keinen Spaß.

To be continued…

 

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